FÜHRUNG & DER GUTE UMGANG MIT SICH SELBST

Aktualisiert: März 13

NICHT JEDERMANNs / - FRAU SACHE!

Sich selbst im Umgang mit anderen zu erleben und die eigenen Stärken reflektiert zu bekommen, kann zu einem echten Erlebnis werden. Kann! Nicht immer gelingt dieses Vorhaben. Der Großteil unserer Gesellschaft ist groß geworden mit der Idee, dass man nur durch Fehler lernt. Viele kennen das Gefühl noch aus dem Schulkontext, als man alles richtig hatte bis auf diesen einen Fehler, der ROT markiert das Bild dominierte. Fehlerorientiertes Kommunizieren kennen wir alle.

Man soll mich hierbei bitte nicht falsch verstehen. Fehler gehören korrigiert und in Zukunft sollten diese nicht mehr gemacht werden. Das passt schon. Wenn man allerdings die restlichen 99% korrekt erbrachter Leistung nicht würdigt, hat man Essentielles versäumt. Kaum jemand kennt also das Gefühl, wenn man die Stärken refelektiert bekommt. Schon gar nicht über einen Zeitraum von einer Woche, meist von Menschen die einem gar nicht so gut kennen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung wie wohltuend es sein kann, wenn man andere Menschen mit dem Fokus des „Stärken stärkens“ betrachten darf, und nicht auf die gewohnte Fehlersuche gehen muss. Bei Menschen die man gar nicht so lange kennt… it works! Leistung braucht Stärken-orientierung und Erfahrungsmöglichkeiten. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, ab wann ein Verhalten / ein Ergebnis als Fehler bezeichnet wird. Auf unseren Schiffen, die mit SKiPA Qualität geführt werden, gilt: 1 – War die Handlung passend oder unpassend? Um darauf eine Antwort zu finden, braucht es erstmal die Feststellung wozu passend? Also eine Zielformulierung, und bereits hier scheitern viele Führungskräfte, weil sie in deren Kommunikation das seltenst gelernt haben. 2 – Fehler - wir sprechen erst dann von einem Fehler wenn man wider besseren Wissens ein Verhalten, dass nicht zum passenden Ergebnis führte, wiederholt hat. Alle Versuche davor gelten als "sammeln von Erfahrungen". Wenn man also das Schiff auf einem bestimmten Kurs schneller machen will, kann man die Segelstellung verändern, mittels Fieren oder Dichtholen. Auf die Geschwindigkeit bezogen ist eine Variation passend, die andere nicht. Teilt man als Verantwortlicher nun das Wissen darum, mit den Crewmitgliedern (so dass diese auch verstehen worum es geht), kann man beim nächsten Versuch, bei nicht Gelingen von einem Fehler sprechen. Das machen die Crewmitglieder aus Erfahrung von selbst, der SKiPA wird stärken-orientiert reflektieren – was viele zu Beginn überrascht und woran sich manche erst gewöhnen müssen: „Da Chäf schimpft goar nit, sondan sogt wos i guat gmacht hob…“

Die ganz große Mehrheit der Menschen besitzt die Fähigkeit sich selbst ganz geschmeidig im inneren Dialog fertig zu machen, und nutzt diese auch ständig: „Ma i Volltrottel…“, so hört man manches Mal diesen inneren Dialog nach außen drängen.