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MÜCKE & ELEFANT

Ein statement & Appell für den Umgang mit Stärken!

„ ... ja aber wenn man diese Schnur nicht… weißt du wie ich meine, dann geht das da mit dem Segel da vorne nicht – kann ja nicht gehen… glaub ich!“

So gehört beim zweiten Mal Segel setzen, am ERSTEN Tag an Bord eines SKiPA Schiffes. Was hier nacherzählt wird nennt sich „Mücke“, aber erst Mal der Reihe nach. Nachdem also die gemeinsame Sicherheitsbesprechung getan, die ersten Wurfübungen absolviert, und die Kojen bezogen waren, ging es vollmotiviert aus dem Hafen. Segelsetzen bei leichtem Wind Kurs 180 das erste Mal am Steuerrad, ein gefühltes Abenteuer. Der Wind lies nach und weiter "under engine", Zeit für die ersten Reflexionen und das erste „Ruhe ausstrahlen“ (ein SKiPA-Begriff der sich sehr schnell etabliert hat, und in den darauf folgenden Tagen zigfach wieder verwendet wurde). WIND! Dieses Mal wesentlich mehr als zwei Stunden davor. „Segel setzen!“ Während zwei Crewmitglieder den Anweisungen folgten und das Großsegel erfolgreich setzten, wollte M. das Vorsegel lt. Kommando ins Spiel bringen. Dieses Mal erfolglos. Es war zu schwer und das Segel wollte sich nicht und nicht drehen lassen. Der Lösungsversuch, mit der sog. Winschkurbel zu helfen war S. nicht geheuer. Das war beim ersten Mal nicht so gewesen… Während M sich also weiter bemühte, suchte S. mittels Distanz einen Überblick zu bekommen, und bemerkte, dass die Klemme der Furling Leine noch zu war. Der Begriffe noch nicht mächtig, skandierte S: „ja aber wenn man diese Schnur nicht… weißt du wie ich meine, dann geht das mit dem Segel da vorne nicht – kann ja nicht gehen…!“ Für S war diese Anmerkung nichts Besonderes, und M hat eine Weile gebraucht um dann doch beizupflichten und sehr rasch und leicht das Vorsegel in Position zu bringen. Nichts Besonderes?

Doch!

Soviel Ruhe und Überblick in einer vollkommen neuen Situation, ist nichts Alltägliches. Alle vier Crewmitglieder waren das erste Mal auf einem Segelschiff – das kommt noch hinzu!


Stärke, Empowerment, Führungsalltag

Für einen stärkenorientiert arbeitenden SKiPA eine wunderbare "Mücke" und eine ausgezeichnete Gelegenheit daraus einen "Elefanten mit ordentlichen Ausmaßen" zu machen.

Ob sich S. ihrer Stäke bewusst war – nope! Ob M begeistert war – yes! Ob ST und A neugierig waren was da genau passiert ist – yes! Teambuilding…

Selten zuvor ist ein Einstieg in eine Segelwoche mit Führungskräften so ausgezeichnet gelungen. Wir konnten einige prinzipielle Punkte finden, die in einem Teambuilding Prozess enorm wichtig sind, und die für den Einzelnen ein echtes Empowerment bedeuten. Der Transfer in den Führungsalltag gelang dann beinahe spielerisch und es liesen sich daraus „change strategies“ formulieren, die (wie ich einige Wochen später bei der „Nacheinheit“) hörte, auch gut umsetzbar waren. Der sundowner Gin Tonic in der Bucht vor Anker liegend, mundete ausgezeichnet (ST hatte sogar für Zitronen gesorgt), und machte diese coolen, ersten Segelerfahrungen zu einer runden Sache. Ein Fazit: Es braucht zu Beginn keine exakten Fachausdrücke und keine perfekte Zusammenarbeit um Verantwortung und somit Führung zu übernehmen. Mit der Fortdauer des Kontextes werden sich die Begriffe und das „working together“ immer besser etablieren.

Innere Haltung

Führung ist eine innere Haltung die man immer an den Tag legen kann, wenn man sich in Sicherheit fühlt und der Rahmen für respektvollem Umgang und Lernerfahrungen gegeben ist. Um die Stärken umfassend bei anderen Menschen zu erkennen, und zu würdigen, braucht es die Fähigkeit die eigenen Stärken zu erkennen und an zu nehmen. Die Quelle nachhaltigen Empowerments ist eine kontinuierliches gutes Umgehen mit sich selbst - Selfcare, Selbstwürdigung, Selbstvertrauen.


Wann immer also ein hauch einer Stärke zu erkennen ist,

mach einen Elefanten daraus - einen Ausgewachsenen!


Ob so eine Segelyacht mit einem Elefanten an Bord noch schwimmt? Ausprobieren!



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