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! power on - Stärken stärken


Moderne, team- und zukunftsorientierte Führungskräfte wissen um die positiven Effekte und nachhaltigen Wirkungen, die eine konsequente Fokussierung auf die Stärken der MitarbeiterInnen, ermöglichen. Dabei geht es um wesentlich mehr als ein kommuniziertes "gut gemacht". Damit lässt sich heutzutage niemand mehr abspeisen (Ausnahme ->Dependenz< siehe "Systemische Reifeentwicklung"). Stärken stärken bedeutet, sich mit den Menschen zu beschäftigen die zu führen man auserwählt ist, und zwar in einer Haltung der Fülle und des Wohlwollens.

Schwächen schwächen - power off

Ein klassischer Spruch: Stärken stärken um Schwächen zu schwächen, ist gut gemeint. Das klingt erstmal sehr verlockend, weil einfach und quasi im Vorbeigehen Schwächen mit erledigt werden. Manchmal funktioniert das sogar, aber eben nur manchmal und unter bestimmten Bedingungen, wenn z.Bsp.: alte, mit Schwächen eng verbundene Believes ausgedient haben, weil diese nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation passen.

Schwächen brauchen Aufmerksamkeit, und will man etwas verändern ist ein erster Schritt eine Schwäche an zu erkennen, zu akzeptieren dass sie "part of the game" ist. Passiert das authentisch, kommt ein spannender Effekt zu tragen. Coachees denen das gut gelingt empfinden dieses Anerkennen als etwas Positives. Positive Emotionen! Gewonnen!

Das einmal eins jedes "change prozesses":

FIRST STEP - ANERKENNEN WAS IST.


"Ich bin so ein Loser ich weiß nicht mal ob es 3 oder 5 Meter bis zur Boje sind. Distanzen einschätzen kann mein Hirn einfach ich nicht, konnte ich noch nie."

Wenn Menschen sich klein machen in dem sie ihre Schwächen groß machen, hilft das Niemanden. Am wenigsten ihnen selbst. Ein kleiner Fehler später am Ruder, und schon erkennt das Crewmitglied auch hier eine Schwäche,... usw. Das potenziert sich in die Tiefe. Schwächen werden dann übermächtig und Stärken kaum, bis gar nicht mehr wahrgenommen. Die auftretenden Emotionen sind meist Traurigkeit und Wut. Das ist leider kein Einzelfall!

CHECK: Schwächen & Stärken

Wie geht´s Dir und warum? Eine Frage die ich manchmal genau so stelle. Die Antworten sind interessant: > Wenn´s den befragten schlecht geht, werden sofort Begründungen dazu geliefert.

> Kommt als Antwort: "gut", bleibt die Begründung dafür in 9 von 10 Fällen aus.

Wir sind es eher gewöhnt über das Schlechte Bescheid zu wissen und zu sprechen als das Gute zu nehmen, zu fokussieren und zu benennen. Es kommt manchmal sogar zu aggressiven Reaktionen, wenn man nachfragt warum es denn so gut geht: "Was fragst so blöd, es geht gut und fertig." Es geht dabei nicht um den schlechten Tag den jeder Mensch mal haben dürfen muss, sondern eher um eine grundsätzliche Haltung, im Falle des Falles eher auf die Schwächen zu fokussieren und das was runter zieht. Auch sollten Führungskräfte nicht in die Falle tappen diese Menschen zu verurteilen oder schlecht zu bewerten. Solche Teammitglieder sind oftmals geniale Kritiker/Optimierer (im Sinne der Walt Disney Strategie), die es schaffen auf eine ganz eigene Art für Qualität zu sorgen:

"Auf dem Schiff ist nicht mal ein Fernglas vorhanden, wie soll ich da die Umgebung beobachten, das geht so nicht, das hab ich mir anders erwartet."

Das Crewmitglied war das erste Mal auf einem Schiff voll motiviert, und hat vielleicht deswegen beim onboarding überhört, wo das Fernglas verstaut ist. Diese Führungskraft hat in den Tagen danach die Funktion "Sicherheit" übernommen. Es war deutlich zu erkennen wie aufmerksam Schiff und Umgebung beobachtet worden sind, Unfallquellen identifiziert und auch kommuniziert wurden. Vielleicht eine gute Gelegenheit, kurz über die Stärken der Person nach zu denken... .

Stärken - what?

Was sind eigentlich stärken?

Sind Stärken für alle gleich?

Kann eine Schwäche auch eine Stärke sein?


Möchte man Stärken bei anderen Menschen stärken, muss man erst bei sich selbst beginnen, und dazu muss man diese erst mal erkennen.


Was sind eigentlich Stärken?

Es gibt unterschiedliche Definitionen, die je nach Philosophie und Menschenbild variieren. Oftmals werden Stärken jedoch beschrieben als Tugenden, Talente und Charaktereigenschaften. Wer eine gute und leicht lesbare Übersicht möchte, hier geht´s lang >>


Sind Stärken für Alle gleich? Es gibt so etwas wie eine Klassifizierung für Stärken die eine breite Gültigkeit haben. Die Forscher Peterson und Seligman identifizierten am Beginn der 2000er über 20 sog. Charakterstärken. Weiters setzen sie diese in 6 Kategorien: > Weisheit, Mut, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, und Transzendenz.


Fokussiert wurden in der Forschung "moralisch positiv bewertete Eigenschaften".

Von Aristoteles, über unterschiedliche philosophische Lehren , bis in die Gegenwart und deren Literatur, und sogar ein Pfadfinder Ehrencodex wurden untersucht.

Wer nachlesen möchte: C. Peterson & Seligman, M.E.P. (2004). Character strengths and virtues: A handbook and classification. Washington, DC, US; New York, NY, US: Oxford University Press.


Können Schwächen auch Stärken sein? Hinter jeder Schwäche und deren Taten, ist mindestens eine Stärke/Fähigkeit/Talent geborgen, die noch nicht erkannt wird. Und manchmal haben wir durch diese Schwäche Wirkungen auf unser Umfeld, die wir gar nicht richtig wahrnehmen können.

! G´schichterl vom Krügerl

Ein Wasserträger in Indien hatte zwei große Wasserkrüge. Sie hingen – einer rechts, einer links – an einer langen Stange, die er quer über dem Nacken trug. Einer der Krüge war perfekt und verlor nie auch nur einen Tropfen Wasser. Der andere Krug hatte einen Sprung, und jedes mal, wenn der Wasserträger das Haus seines Herrn erreichte, hatte er die Hälfte seines Inhalts verloren.

Zwei ganze Jahre lang ging das so Tag für Tag. Der Wasserträger lieferte immer nur eineinhalb Krüge voll Wasser bei seinem Herrn ab. Natürlich war der perfekte Krug stolz auf seine Leistung. Der gesprungene Krug aber schämte sich seiner Unzulänglichkeit und fühlte sich schlecht, dass er nur zu halber Leistung fähig war.


Nachdem er sich zwei Jahre lang dieses bitteren Versagens bewusst war, sprach er eines Tages den Wasserträger an, als sie gerade am Fluss waren, um Wasser zu holen: „Ich schäme mich meiner selbst und möchte mich bei dir entschuldigen.“

„Warum?“, fragte der Wasserträger. „Worüber schämst du dich denn?“

„Ich konnte in den letzten zwei Jahren immer nur die Hälfte meiner Füllung abliefern, weil ich diesen Sprung habe, durch den ich das Wasser verliere. Weil ich so unzulänglich bin, musstest du die ganze Schlepperei auf dich nehmen und hast trotzdem nicht den vollen Wert deiner Anstrengung davon.“ sagte der Krug.

Dem Wasserträger tat der Krug leid und er sagte: „Wenn wir zum Hause meines Herrn zurückgehen, möchte ich, dass du auf die wundervollen Blumen achtest, die am Weg wachsen.“

Und tatsächlich, als sie den Hügel hinaufgingen, sah der alte gesprungene Krug, wie die Sonne die wunderschönen wilden Blumen am Wegesrand wärmte, und er fühlte ein wenig Freude in sich. Am Ende des Weges aber fühlte sich der Krug immer noch ziemlich schlecht, weil er schon wieder die Hälfte des Wassers verloren hatte. Und er entschuldigte sich noch einmal bei dem Wasserträger.


Der Wasserträger sagte zu dem Krug: „Hast du gesehen, dass nur auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber nicht auf der anderen Seite? Ich habe Blumensamen auf deiner Seite gesät, und jeden Tag, den wir dort entlang gegangen sind, hast du sie auf dem Weg vom Fluss zurück bewässert. Schon zwei Jahre lang konnte ich darum wunderschöne Blumen pflücken, um das Haus meines Herrn zu schmücken. Wärest du nicht gewesen, dann hätte mein Herr nicht diese Schönheit in seinem Haus haben können.“

Wohlwollen & Fülle

Wohlwollen beginnt in uns selbst und beschreibt wie wir unser eigenen Taten bewerten. Das tun wir tagtäglich immer und immer wieder, vieles davon bleibt uns verborgen, weil es unbewusst passiert. Lediglich in unseren Handlungen und in der Kommunikation kommen Bewertungen als Symptome zu Tage. Auch wenn andere Menschen um uns herum uns nicht gut kennen und wenig von uns wissen, sie werden ein Gefühl dafür bekommen wie wir mit uns selbst umgehen.

Wir strahlen aus was wir über uns selbst denken. Wir können nicht, "nicht ausstrahlen".

Eine Zeit lang kann man das Eine oder Andere überspielen, jedoch nicht immer und nicht überall wird uns das gelingen. Je besser man sich selbst als Person mit Stärken und Schwächen anerkennen kann, desto leichter wird es Fallen andere Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Das Gute sehen - und wenn es von 10 Eigenschaften nur eine Gute sein sollte, die einen Menschen ausmacht - fokussiere die eine Gute die du finden kannst. Die Erfahrungen zeigen: Erkennt man Eine, fallen einem sehr schnell noch mehrere gute Eigenschafen auf. Das macht mehr mit dir selbst als es vorerst mit der anderen Person macht. Das nennen wir: #selfcare #selbstführung #empowerent und ist ein gewichtiger Teil für die Resilienzfähigkeit von Führung.


Rosa Brille oder klarer Blick

Moderne, team- und zukunftsorientierte Führungskräfte sind reflektiert, stellen sich ihrer eigenen Persönlichkeit, und finden das Gute im Schwierigen.

Kritisiert wird mitunter, dass es sich um eine rosa Brille handeln könnte, mit der man geduldig und haarscharf an den Problemen vorbei sieht, bzw. sie weg denkt. Genau das würde passieren wenn man die Schwächen ignorieren würde. Sobald man diese annimmt, anerkennt und den Wert für den Lebensweg erkennen kann, hat man einen klaren und umfassenden Blick auf sich selbst. Die rosa Brille ist dann auch schon wieder Geschichte.

Das Schwierige wird nicht leichter

in dem man nur das Schwere sieht.


Ist das alles leicht umzusetzen?

Nein, zwischendurch ist es mühsam und herausfordernd, aber wenn man nicht beginnt, ändert sich nichts. Das Wichtigste bei allen Umsetzungs-versuchen die Stärken zu stärken, ist die Authentizität. Sollte man die Haltung Stärken zu stärken lediglich als eine Methode zu sehen, sollte man es besser sein lassen, es verschlimmert nur alles.


Passiert alles aus einer tiefen Überzeugung heraus, kann dies eine Fülle von positiven Reaktionen nach sich ziehen, und verstärkt jede Beziehungsebene. Diese ist es dann, die die Bandbreite an Lösungen enorm erweitert und die Resilienzfähigkeit ganzer Abteilungen bzw. Unternehmensbereiche steigert. Die Zeiten werden schneller und schwieriger, und unter all den Qualitäten die wir ganz dringend brauchen, steht die Resilienz ganz oben. Also -

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