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4MAT - JEDEM DAS SEINE


Was, warum, wofür und was kann man damit noch tun? Das sind die grundlegenden Fragen die wir uns stellen. Doch nicht jeder stellt sich die gleiche Frage in der gleichen Intensität bzw. Wichtigkeit. Essentiell für Führungskräfte zu wissen welches Teammitglied sich welche Frage als eine Grundlage für das Lernen und letztendlich für Entscheidungen stellt. Alle 4 brauchen unterschiedliche Formen der Kommunikation bzw. der Information. Das Modell ist aufgeteilt in die vier kognitiven Kanäle für Informationsverarbeitung. Let´s have a look.

4MAT, ausgesprochen „Format“, setzt sich aus den Bestandteilen "4 und Matrix" zusammen. Das Modell wurde von Bernice McCarthy auf Basis der Lernstile nach David Kolb entwickelt.

WHY - der sog. WARUM-Typ

Mit etwa 35 Prozent der Zuhörer ist dieser Typus am häufigsten vertreten. Sie wollen vor allem wissen, WARUM man sich mit einem Thema eine Aspekt einer Sache beschäftigen sollte. Erfahrungen aus der Praxis können diesen Menschen einen echten Sinnbezug liefern.

> Beispiel: Wieso legt man in der Dunkelheit eine Lifejacket mit Lifebelt an... Bsp. könnte ein beinahe Man Over Board - MOB sein, oder ähnliche sicherheitsgefährdende Erfahrungen sein. Mitdiskutieren lassen ist ein weiterer großer Vorteil in der Führungskommunikation.

WHAT - der sog. WAS-Typ

ZDF - Zahlen, Daten, Fakten etwa 20% der Zuhörer wollen alles was es an belegbaren Fakten zum Thema gibt geliefert bekommen.

> Beispiel: Das Oberlandesgericht Neubrandenburg hat in einem Urteil vom 14.04.2021 ( Urteil/Verfahren: 3 O 537/192021 Quelle: Beck-Verlag / VersR 2021, 1293 / FD-VersR 2021, 442858) entschieden, dass Navigation nur mit Navionics nicht ausreichend ist, die Versicherung musste nur 20% des Schadens bezahlen Die Sache muss wasserdicht sein, kein eventuell oder ca. oder vielleicht. Geschriebene Form ist hilfreich. Was geschrieben ist, bleibt geschrieben.

HOW - der sog. WIE-Typ

"Wie geht das?" "Lass mich mal ran ich probiere das aus!"

Etwa 20 Prozent wollen gleich die Probe aufs Exempel machen. Ausprobieren Erfahrungen machen und darüber sich gleich mal austauschen.

Theorie kann man später nach holen, was man gerade so braucht auf jeden Fall nicht zu viel. Beispiel: Während andere Crewmitglieder noch um die Bedeutung und Verwendung eines Achterknotens bemühen, hat dieser Typus bereits ein bis zwei, vielleicht schon erfolgreiche Versuche hinter sich gebracht.


WHAT FOR der sog. WOZU-Typ

Ein Viertel aller Menschen wollen wissen, wozu sie das Erlernte in der Praxis einsetzen können bzw. wozu noch. Innovation die Verbindung von Neuem und Altem ist ganz vorne mit im Fokus. Es geht auch darum das Eigene zu entdecken zu erwecken und einen individuellen Beitrag in der Zukunft zu liefern. Welche positiven Wirkungen, Konsequenzen wird das Neue erreichen. Beispiel: Ein ausgezeichneter und genauer Segeltrimm lässt uns schnell voran kommen. Später bei einer Regatta kann man dann um die Vorderen Plätze mitkämpfen, bzw. ein Tagesziel wird garantiert erreicht werden. Im Gegensatz dazu wird man abends im Restaurant keinen Platz mehr bekommen wenn hier geschludert wird.

Es gibt eine große Zahl solcher Modelle in der hilfreicher weise Menschen nach deren Fähigkeiten und Vorlieben eingeordnet werden. So kann man die Lernstile des 4MAT sehr gut mit den visuellen, auditiven und kinästhetischen Modell der Zugangshinweise kombinieren. Im Endeffekt wird es wichtiger sein welche innere Haltung man den Menschen der Crew entgegen bringt, um die Potentiale voll zur Entfaltung zu bringen.

Wenn die innere Haltung die ist, möglichst rasch eine ausgezeichnete Beziehungsebene herzustellen, dann wird alles zur Zufriedenheit funktionieren. Letztendlich hilft es einem ja auch selbst das Bewusstsein dafür zu haben, was man den von wem wie braucht.






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