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Die Crew folgt dem SK!PA. Der SK!PA dient der Crew.

Die Crew folgt dem Skipper.

Mit diesem Satz können fast alle Skipper etwas anfangen, sind enthusiastisch und begeistert davon. Skipper sind meist erfahrener und mit wesentlich mehr Wissen ausgestattet, als die Crew die sie führen dürfen. Die Crew braucht also den SK!PA. Aber wie sieht´s aus, braucht ein SK!PA überhaupt die Crew?


NEIN & JA

NEIN - ein erfahrender Segler kann ein Schiff auch alleine bewegen. Es dauert mit Sicherheit alles wesentlich länger und muss besser durchdacht werden, aber es geht (bis zu einer gewissen Größe/Bauart des Schiffes und bestimmten Wetterbedingungen). JA - es ist wesentlich leichter, und vor allem sinnvoller ein Schiff mit Hilfe einer Crew zu bewegen und sicher von Hafen zu Hafen zu segeln. Die Zahl der Möglichkeiten die gemeinsame Reise zu gestalten potenziert sich.

Einigen wir uns also auf ein klares und deutliches - JA!

"SK!PA" WIRD IM SYSTEMISCHEN SINNE

ALS FUNKTON BETRACHTET,

IST ALSO GESCHLECHTSLOS -

iCH BLEIBE BEI FORMULIERUNGEN DIE MÄNNLICH KLINGEN.

GEMEINT UND ANGESPROCHEN SIND IMMER ALLE MÖGLICHEN VARIATIONEN VON GESCHLECHTS IDENTITÄT.


Der SK!PA ist auch als Lizenzinhaber lt. Gesetz der Chef an, und unter Deck und zwar 24/7, er kann die letztendliche Verantwortung nicht abgeben, er kann auch die Funktion der Führung nicht abgeben. Selbstverständlich wird ein führender Skipper danach trachten Verantwortung zu delegieren - so ist zumindest zu hoffen. Man baut damit auch Potential der Crew auf, und kann den zu fahrenden Törn anders gestalten.

Routine, Übersicht und Detail

Anweisungen mit kurzen, knackigen Sätzen sind an der Tagesordnung von Beginn des Ablegens bis zum sundowner an der Boje hängend. Hat der Skipper wirklich immer recht? Nein, aber im Segelkontext weiß er das Meiste einfach exakter, umfassender mit mehr Übersicht und Detailgenauigkeit. Mit der Routine aus unzähligen Seemeilen lässt sich auch einiges vorausahnen bzw. - planen. Die Bordsprache / Crew-kommunikation ist nun mal kurz, effektiv und ohne der gewohnten Freundlichkeit versehen. Siehe dazu: Hau wech! >> (crewcommunication)

Wenn dies das allgemein gültige Setting ist (ist es, weil es dem Prinzipien der systemischen Reifeentwicklung folgt), wie gelingt es dem Skipper dann möglichst effektiv und effizient, die Crew von einer Abhängigkeit hinzu mehr Eigen- & Mitverantwortung zu entwickeln.

SK!PA - CHEF oder LEADER

Auf jeden Schiff ist es wichtig ist, das Klarheit darüber herrscht, wer den das Sagen hat. In manchen Situationen kann das sogar überlebenswichtig sein. Was heißt das genau - das Sagen haben? Die Person, die für etwas verantwortlich ist, hat auch das Sagen, Beispiel: Ein Crewmitglied fährt das Anlegemanöver in der Marina, am Ruder. Diese Person ist in

der Funktion "Rudergänger" dafür verantwortlich das Manöver korrekt durchzuführen, von der Besprechung draußen vor der Marina, bis zum Abstellen der Maschine, und der Ansage: "Boot ist fest!"

Hier im Video sind Führungskräfte zu sehen, mit wenig bis gar keinen Segelerfahrungen, bei den ersten selbstständig durchgeführten Wenden.

Der SK!PA hat immer noch die Gesamtverantwortung, darf der Person aber nicht ins Handwerk pfuschen, weil sie das Schiff steuert und die passenden Kommandos zur passenden Zeit gibt. Ausnahme - Gefahr in Verzug da muss der Skipper passend eingreifen. Sollte der Skipper das ohne Gefahr in Verzug machen, würde er die Person am Ruder massiv schwächen. Die Crew arbeitet in dieser Phase für den Rudergänger, nicht für den Skipper. Hier scheiden sich die Geister bei der Teamführung. SK!PA, die sich als unangefochtene Chefs, als Herrscher über Material und Mensch betrachten, können kaum zulassen, dass eine andere Person, wenn auch nur partiell, das Sagen hat.

LEADER haben bereits bei der Auswahl des Crewmitgliedes welches das Manöver fährt, ein Auge darauf, für wen dieser Schritt im personal development wichtig und richtig ist. Ein Leader wird alles daran setzen eine erfolgreiche Erfahrung zu ermöglichen, und das hat positive Auswirkungen auf die gesamte Crew. Die Reflexion über das Manöver, über das was ausgezeichnet gelaufen ist, und das was gut war, gibt weitere, klare Botschaften des Leaders an seine Crew. Das angeleitete Feedback der anderen Crewmitglieder für die Person, wird das Learning komplettieren und eine Bordkultur eines gemeinsamen Wachstums schaffen bzw. aufrecht halten. Der Skipper dient der Crew, und filmt z.Bsp.: das aktuelle Manöver. Funktional gesehen ist der Skipper immer noch Skipper, im Umgang mit den Menschen und der Entfaltung derer Potentiale, zeigt ein Leader dessen Qualitäten. Der Umgang und das Ergebnis ist Ausdruck der inneren Haltung von Verantwortlichen.

SKIPPER - Dienst für die Crew

Allein das Wort "dienen" löst bei vielen Menschen schon Brechreiz aus. Es wird mit unterwürfig, niedrig und sich selbst klein machend konnotiert. Historisch gesehen ist das nachvollziehbar und verstehbar. Die Bedeutungsgebung kommt allerdings auch aus einer Zeit in der es ganz klar war wie die Sache läuft, wie alle Sachen laufen. Einer sagt an (und hier ist wirklich das Patriachat gemeint) und der Rest ist Dienerschaft - Mittelalter. Sogar Verbündete ,mit denen man sich gegen jemanden eingeschoren hat, wurden sehr bald nach den Vereinbarungen als Diener und damit als niederer angesehen.

Aus systemischer Sicht sprechen wir hier von einer Zeit der absoluten Dependenz und des Haufendenkens - des ständigen Vergleichs mit anderen, wer besser ist, wer größer ist, wer stärker ist, erfolgreicher, usw. ...

"Das findet doch heute genauso statt!" Ja tut es, weil es in der systemischen Reifeentwicklung nein natürlicher Vorgang ist - es muss also sogar so sein. Einzelpersonen und ganze Firmen behaupten immer noch die besten, die größten, schnellsten, etc. zu sein, und festigen so ein mindset das genau diese Kämpfer anzieht. Gemeinsam als Team gegen alle anderen die bestenfalls "Zweite" sind.

Die Zeit des Mittelalters , als die gesamte Gesellschaft so strukturiert war, ist jedoch vorbei. Unternehmen die heutzutage so beginnen merken sehr schnell, dass dies nicht genügt und verändern deren mindset - sie wachsen. Die Mitarbeiter wachsen mit und etnwickeln sich weiter bis hin zu Interdependendenz. Menschen bilden als Gesamtes die Gesellschaft und beides hat sich weiter entwickelt. Wir Menschen brauchen heutzutage etwas anderes als Unterdrückung und Qual; "Friss oder stirb!" läuft nicht mehr.

Menschen die andere Menschen führen wollen, erheben sich zum Dienst, sind Leader. Bleibt diese Entwicklung aus, bleiben sie Chefs die Abhängigkeiten beibehalten, die sie oft sehr subtil und mit allerbester Meinung von sich selbst, ausleben.

Die innere Haltung und die eigene Reifeentwicklung sind also, neben den ausgeprägten Fähigkeiten, entscheidend für die Entfaltung eines Leading potentials.

LEADING SK!PA & DIE HALTUNG

Wo beginnt die Haltung und wo endet diese? Einfache, klare und immer gültige Antwort: "Innen!"

Haltung ist eine Sache die in uns beginnt und den Ausdruck im Außen findet. Sind im inneren mindset alle gleich berechtigt - wird sich ein Gefühl von Gerechtigkeit im Außen, innerhalb des Teams, breit machen. Sind innerlich alle Menschen gleichwertig - so wird sich eine Form des Umgangs miteinander ergeben der sich mit - "auf Augenhöhe" beschreiben lässt.

Beobachtet während eines Teamdevelopments auf der Yacht: "Diese Schildkappe ist zu klein für mich."

"Zeig mal her." (Chef setzt sie auf). "Wenn sie mir passt, passt sie dir auch."

Mehr Geringschätzung geht fast nicht. Hier erhebt sich der Chef über eine andere Person und straft die Empfindung der Person als Lüge, indem er subtil behauptet er wisse besser Bescheid über die Empfindungen der anderen Person. Ich weiß es besser, ich habe den größeren Kopf, meine Meinung zählt und fertig... - willkommen im Mittelalter. Die Wirkung: verletzend auf der Beziehungsebene und entsprechend negativ im weiteren Umgang miteinander, von der sprichwörtlichen Augenhöhe keine Spur.

Selbst bei solchen "Kleinigkeiten" zeigt sich deutlich die innere Haltung (nicht allen) Menschen gegenüber. Die anderen Crew- / Teammitglieder wurden nicht so behandelt. Spannende Wirkung, wenn nicht alle Menschen gleichwertig behandelt werden. Bleibt das so, ist das Maximalste, dass man erreichen kann, und das man in jeglichen Kontext sehr oft hört: "Die Person ist eben so, das muss man akzeptieren. Er/Sie hat eben seinen/ihren Führungsstil." Viele der Beteiligten müssen sich anpassen oder sollen eben wegbleiben, wenn dies nicht gelingt. In weiterer Folge wurde klar das die Schildmütze ein vollkommener Verhau war, und das diese niemanden passte, andere Crewmitglieder haben aber nichts gesagt - "Er hat eben seinen Stil da musst du durch!" Aus systemischer Sicht ist das, wie erwähnt passend. Problematisch wird es erst dann, wenn der "Kappenchef" unreflektiert bleibt und sich nicht weiter entwickelt, während dies andere sehr wohl tun.

Es liegt in der Natur von Systemen,

dass diese sich weiterentwickeln wollen.

Die weiteren Aktionen können dann geprägt sein von ungerechten Umgang mit Informationen, schnellen Entscheidungen die weder transparent noch nachvollziehbar sind, öffentlich ungerecht verteiltem Lob, etc. ... Es wird versucht die Macht auszubauen, was immer wieder neu getan werden muss und meist auch gelingt, aber zu welchem Preis? Fluktuation und andere Symptome sind häufig anzutreffen, und ändert sich erst wenn sich die innere Haltungen zu Menschen und er eigenen Führungsfunktion ändern.

LEADER geh voran, überzeuge mit Deinem eigenen Development.

Erst der innere Sieg, dann der Äußere.

Läuft es umgekehrt, kann es eng werden mit der eigenen Gesundheit, und der Gesundheit des Unternehmens. Wenn das Herzblut an einem Unternehmen hängt, werden dort auch die Symptome auftreten, neben anderen negativen Veränderungen im Körper, die vorbereitend für eine Herzerkrankung sind. Das zeigen unzählige Statistiken und die Erfahrung aus mehr als 2 Jahrzehnten Beratung & systemischem Coaching.


Es besteht unter anderem auch die Möglichkeit, dass sich zu starke kampf- und vergleichsbetonte Überzeugungen, irgendwann zum Hochmut entwickeln. Was danach kommt, weiß das Sprichwort und ist so sicher wie das Amen im Gebet. Nichts von diesen Symptomen (und da gäbe es noch eine Menge mehr) muss sein.


Niemand wird als Leader geboren und nicht jeder muss sich dorthin entwickeln. Jeder von uns hat jedoch die Fähigkeit und die Möglichkeit Visionen zu entwickeln, woraus die zu bewältigende Aufgabe (Mission) und starke Identitäten hervor gehen. Gepaart mit dem Bewusstsein für die verschiedenen Reifestufen am Weg des Developments, ergibt dies ein extrem hilfreiches Wissen, um als Leader mit den Erfahrungen die gemacht werden, empathisch, resilient und somit auch gesund zu bleiben.

Niemand ist als Experte für Menschen geboren, jeder kann es, im Rahmen seiner Möglichkeiten, werden. Proaktive Beschäftigung mit den stets wirkenden Dynamiken, und den Auswirkungen auf das innere Erleben, beflügeln uns auf unserem Weg zur LEADING PERSON, machen uns bereit uns zum Dienst zu erheben!

Reflektives Zuhören und Lernen, von denen die weiter sind und uns einen Dienst erweisen können, lässt uns wachsen und zur inneren Größe kommen. Im Außen ist der dauerhafte und nachhaltige Erfolg dann unaufhaltbar!

Aus den Chefs dieser Welt werden Leader. Die Crew, das Team, die Partner und die Kunden werden begeistert sein.

Keep on rocking it - diene Deiner Crew bzw. Deinem Team!



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